Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hat zum Schutz vor
Plagiaten die 1-TAG- (sprich "One Tag") Technologie entwickelt und
bietet damit Herstellern von Markenartikeln eine Lösung, um
Schäden durch Produktfälschungen drastisch zu verringern.
Für jeden Endkunden ist die Lösung zudem eine einfache
Möglichkeit, die Echtheit der Produkte per Smartphone zu
prüfen.
Zum Schutz gegen Fälschung werden Produkte mit
1-TAG-Sicherheitsetiketten versehen. Diese bestehen aus einem aus
Kupferfäden zufällig erstellten Muster sowie einem dazu
gehörenden individuellen zweidimensionalen Quick-Response-Code
(QR-Code). Die Kombination dieser beiden Bausteine auf dem Produkt
selbst oder dessen Verpackung sorgt für das höchste
verfügbare Maß an Fälschungssicherheit und generiert
für jedes einzelne Produkt eine eindeutige Identität,
vergleichbar mit dem menschlichen Fingerabdruck. Mit einer speziell
auf diese Technologie abgestimmten kostenlosen Mobilsoftware (App)
können die gekennzeichneten Produkte per Smartphone einfach
vom Endverbraucher auf ihre Echtheit überprüft werden.
Die Überprüfung des Produktes findet hierbei direkt auf
dem Telefon des Endverbrauchers statt. Eine Verbindung vom Telefon
zu einer Datenbank ist für die Überprüfung nicht
notwendig. Die dazugehörenden Apps können Verbraucher aus
dem Apple Store und dem Google Android Market kostenlos
herunterladen. Die Lösung ist für Hersteller ab sofort
verfügbar und bietet eine weitaus höhere Sicherheit als
die weit verbreiteten Hologramme auf Verpackungen, die von
Fälschern in der Regel binnen weniger Tage kopiert werden.
1-TAG kombiniert zwei Elemente für höchste
Fälschungssicherheit
Das Funktionsprinzip von 1-TAG basiert auf der
Kombination von physikalischen Zufallsprozessen und
kryptografischen Signaturen. Der Begriff kryptografische Signatur
bezeichnet Verfahren, mit denen die Urheberschaft von Daten
nachgewiesen und von jedem geprüft werden kann. Zunächst
wird aus dünnen Kupferfäden ein zufälliges Muster
auf einem Etikett erzeugt. Dieses Muster wird mit einer Kamera
ausgelesen und mit Hilfe eines kryptographischen, für jeden
Hersteller individuellen Schlüssels in einen ebenfalls
einmaligen Code umgewandelt. Durch die kryptografische Signatur
sind Zufallsmuster, Code und Produktinformationen
manipulationssicher miteinander verbunden. Der Code wird neben dem
Muster aus Kupferfäden mit Hilfe eines digitalen
Drop-on-Demand-Inkjetsystems von Linoprint auf das Etikett
gedruckt. "Wir haben 1-TAG vor allem als Sicherheitssystem für
die Hersteller von Markenartikeln und deren Endkunden entwickelt,
die sich damit besser vor gefälschten Produkten schützen
können", so Stephan Plenz, Mitglied des Heidelberg Vorstands
und verantwortlich für den Bereich Equipment. "Mit dieser
Technologie ermöglichen wir es Herstellern von Markenartikeln
erstmals, ihre Kunden in den Prozess des Fälschungsschutzes
einzubinden. Die hohe Sicherheit des Systems, verbunden mit dem
einfachen Handling für den Bediener, machen 1-TAG zu einem
äußerst effektiven Schutz besonders für gesundheits-
oder sicherheitskritische Produkte."
1-TAG bietet zuverlässigen Markenschutz
Hersteller von Markenartikeln können mit 1-TAG auch
ihren Markennamen vor Missbrauch schützen, indem sie im Voraus
festlegen, wieviele Artikel beispielsweise ein
Verpackungsunternehmen mit der 1-TAG-Technologie kennzeichnen darf
und welche Produktinformationen dabei codiert werden. Das so
definierte Kontingent an Sicherheitsetiketten wird just-in-time
hergestellt, indem eine entsprechende Anzahl von Rohetiketten -
also Etiketten, die noch nicht durch die Signatur einem Produkt
zugeordnet sind - vor Ort mit Signaturen versehen werden. Die
Kontingentierung erfolgt über gesicherte
Internet-Kommunikation und kann täglich neu und ohne
Zeitverzug vorgenommen werden. Auf diese Weise gibt es keine
überzähligen Sicherheitsetiketten, über deren
Verbleib der Verpacker einen Nachweis liefern müsste.
Übrige Rohetiketten können für den nächsten
Auftrag aufbewahrt werden, ohne dass die Gefahr eines Missbrauchs
besteht.
Der Schutz vor Missbrauch oder Diebstahl der bei 1-TAG
eingesetzten kryptografischen Schlüssel ist mit den sichersten
Lösungen für das Internet-Banking vergleichbar. Die
Implementierung ist für den Markeneigner ohne großen
Aufwand und risikofrei möglich, da Heidelberg alle
sicherheitsrelevanten Prozesse verwaltet.
Verbraucher können Echtheit der Ware mit
handelsüblichem Smartphone unkompliziert überprüfen
Endkunden brauchen zur Echtheitsüberprüfung
eines mit 1-TAG gekennzeichneten Produktes nur ihr Smartphone sowie
die frei verfügbare 1-TAG-App. Die Software scannt das
Sicherheitsetikett und erkennt sofort, ob der Inhalt des QR-Codes
mit dem Muster der Kupferfäden auf dem daneben platzierten
Feld übereinstimmt oder nicht. Ein Zugriff auf das mobile
Datennetzwerk ist hierfür nicht erforderlich, so dass auch bei
weltweitem Einsatz keine Kosten für die Überprüfung
anfallen. Neben dem Ergebnis der Überprüfung zeigt die
App die entsprechende Marke, den Produktnamen und die
Packungsgröße an und kann den Endkunden mit
produktspezifischen Zusatzinformationen versorgen. Beispielsweise
lassen sich das Haltbarkeitsdatum oder eine Chargennummer im Code
hinterlegen und parallel zur Echtheitsüberprüfung
abrufen. Über Weblinks kann 1-TAG den Benutzer außerdem
zur Produkt- oder Herstellerhomepage weiterleiten. Dies
eröffnet Herstellern von Markenartikeln zusätzliche Wege
der Kundenansprache - insbesondere vor dem Hintergrund, dass immer
mehr Menschen auch unterwegs über ihr Smartphone auf das
Internet zugreifen können.
In Vertriebszentren und Supermärkten kann die
Überprüfung auch in die vorhandenen Logistiksysteme
eingebunden werden. Die mitgelieferten Zusatzdaten lassen sich
dabei auch für Logistikzwecke nutzen und ermöglichen die
Anbindung an Warenwirtschaftssysteme.
Bild: 1-TAG bietet Herstellern von Markenartikeln eine
Lösung, Schäden durch Produktfälschungen zu
minimieren und Endverbrauchern die Möglichkeit,
Fälschungen
mit Hilfe ihres Smartphones zuverlässig zu erkennen.
Weiteres Bildmaterial sowie Informationen über die
Heidelberger Druckmaschinen AG finden Sie auf der Press Lounge
unter:
www.heidelberg.com.
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